Innere Reise

Ansatz

Menschen kommen zu mir mit dem Empfinden, dass in ihrem Leben etwas nicht stimmt — manchmal unübersehbar, manchmal leise und anhaltend, oft begleitet von Schuld- oder Schamgefühlen.
Im gemeinsamen Hinschauen verschiebt sich die Sicht dann oft spürbar. Es gibt gute Gründe, warum ein Mensch unter bestimmten Bedingungen nicht funktionieren kann. Ich begegne Menschen, deren Bedürfnisse lange nicht angemessen beantwortet wurden. Daraus haben sich — meist unbewusst — Strategien entwickelt, um damit umzugehen. Viele davon wirken bis heute. Gleichzeitig geraten eigene Bedürfnisse oft in Konflikt mit äußeren Erwartungen. Ein echtes Dilemma. Hier beginnt häufig die innere Reise: Bedürfnisse und Gefühle benennen zu dürfen — in einem geschützten Rahmen von Präsenz und Mitgefühl.

Ein würdevoller Raum, in dem alles sein darf, was gerade da ist — gesehen und gehört wird — ohne dass etwas verändert werden muss und ohne jede Wertung.

Arbeitsweise

Meine Wurzeln liegen in der Gestalttherapie und im humanistischen Menschenbild. Beides prägt mein Wahrnehmen, mein Fragen und mein Verstehen von inneren Prozessen. Gleichzeitig steht für mich nicht die Methode im Vordergrund, sondern der gemeinsame Raum: Präsenz, Kontakt und das genaue Hinsehen auf das, was sich zeigt. Methoden sind Werkzeuge — hilfreich, wenn sie passen — aber nie wichtiger als die lebendige Begegnung.

Ich arbeite mit behutsamer Annäherung — im Tempo meines Gegenübers. Niemand muss innere Türen öffnen, bevor Vertrauen gewachsen ist. Oft besteht die eigentliche Arbeit darin, gemeinsam bis an diese Schwelle zu kommen — in Kontakt mit allen inneren Anteilen und in einer Wahrhaftigkeit, die nichts erzwingt, sondern möglich wird.

Rahmen

Ich habe viele Jahre im direkten Praxis-Setting gearbeitet — im persönlichen Gegenüber, von Angesicht zu Angesicht. Seit zwei Jahren ist meine Hündin Leela Teil des Settings – sie nimmt emotionale Nuancen wahr, unterstützt Kontakt jenseits von Sprache und begrüßt jeden Menschen mit aufrichtiger Freude.

Während der Corona-Jahre fanden Gespräche auch online statt — und ich war selbst überrascht, wie tragfähig und tiefgehend echter Kontakt auf diesem Weg sein kann. Daraus ist die heutige Entscheidung gereift, Begleitung bewusst ortsunabhängig — und auch international — anzubieten.

Zum Kennenlernen biete ich ein erstes Gespräch ohne Kosten an. Es dient dazu, ein Gefühl füreinander zu bekommen und in Ruhe zu prüfen, ob eine Zusammenarbeit stimmig ist. Erst danach entsteht eine Entscheidung.

Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in Einzelgesprächen. Gleichzeitig plane ich künftig wieder Gruppensettings. Aus eigener Erfahrung — auch als fortlaufender Teilnehmer in mehrjährigen Weiterbildungen — erlebe ich die Kombination aus Einzelarbeit und Gruppe als besonders wirksam: Das Einzelgespräch bietet geschützte Tiefe, die Gruppe eröffnet einen erweiterten Erfahrungsraum.

Fortbildung ist für mich kein Zusatz, sondern fortlaufender Bestandteil meiner Arbeit.